Forschungsstation

Geschichte

Bereits 1990 gründete der Tropenbiologe Professor Dr. K. Eduard Linsenmair der Universität Würzburg ein Forschungscamp im Comoé Nationalpark, dessen Aufbau in den ersten Jahren durch Förderung der Volkswagen Stiftung realisiert werden konnte. Die Kostenbeiträge der Nutzer der Station, sowie deren Publikationen und damit möglich gewordene Förderungen u.a. durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft, den Deutschen Akademischen Austauschdienst und die Arthur von Gwinner-Stiftung erlaubten den nachfolgenden Erhalt der Station.

Die steigende Bekanntheit und Nutzung des Forschungscamps verlangten nach einem Ausbau zu einer permanenten Forschungsstation. Im Jahr 2000 konnte durch bereitgestellte Mittel der Fritz-Thyssen-Stiftung mit dem Bau begonnen werden und bereits zwei Jahre später standen, bis auf das Labor, Gästehäuser und andere Gebäude zur Nutzung bereit. Konzeption und Realisation der Station sind dabei erneut dem Engagement von Professor Dr. K. Eduard Linsenmair zu verdanken.

Noch im selben Jahr führte der Ausbruch der politischen Unruhen zu einer zwangsweisen Schließung der Station und dem Verlust des gesamten abtragbaren Equipments.

Von 2010/2011 an kam es zu einer positiven Entwicklung im Land und 2013 konnte die Forschungsstation nach ihrem Wiederaufbau erneut eröffnet werden.

Die heutige Forschungsstation

Die heutige Forschungsstation stellt eine der modernsten Feldstationen in Afrika dar. Sie bietet auf 750 m² klimatisierte Laborräume und sechs Büros. Im Laborgebäude gibt es Internetzugang.

Durch eine 2014 erbaute 36kWP Solarstation ist permanent Elektrizität in allen Stationsgebäuden gewährleistet. Bei Ausfall der Solarstation steht ein 30kWP Diesel-Generator bereit.

Frisches Wasser in Trinkwasserqualität wird aus 80 Metern Tiefe aus dem Grundwasser per Pumpe in einen Wasserturm heraufbefördert und versorgt die komplette Station.

Es gibt 14 Wohnhäuser, in welchen insgesamt bis zu 30 Personen gleichzeitig untergebracht werden können. Die Häuser sind grundmöbiliert, ausgestattet mit Moskitonetzen über den Betten, und bieten im Bad Dusche, Waschbecken und WC.

An das Küchengebäude schließt ein überdachter Essbereich an. Frühstück am Morgen sowie warme Mahlzeiten zu Mittag und Abend versorgen die Forscher bestens.

In der Garage können bis zu vier Geländewagen untergebracht werden und zudem bietet sie Platz für Motorräder und Fahrräder.

© K. Eduard Linsenmair